Palindrome Gedichte gehören zum
literarischen
Ausklang des letzten Jahrtausends. Es waren Autoren
wie
Oskar Pastior,
Herbert
Pfeiffer und
Anton
Bruhin, die Palindromen in
den
1990er Jahren erstmals zu höheren Sprachweihen verhalfen. Innovative
Streifzüge,
die dieses Neuland erschlossen und vermessen haben.
Quasi
in der Nachhut üben sich meine
Gedichte darin, das nachzuholen, was
dabei auf der Strecke blieb: die Poesie
selbst. Ob diese tatsächlich in einer
solchen Sprachöde heimisch
werden kann und wird, muss sich erst noch zeigen.
Der Zyklus Trauerfreuart umfasst über 70 Palindrom-Gedichte.
Die meisten
davon sind
Buchstabe für Buchstabe rückwärts lesbar, manche aber auch
silben- oder wortweise.
Eine Lockerung der Sprachfesseln, die den ein- und
abgeschnürten
Worten mehr Spielraum gibt. Achten Sie beim Lesen ruhig
einmal darauf.
Sie haben die Wahl:
Alle
Gedichte zeigt den Gesamtzyklus in
der Abfolge seiner Entstehung - als Expedition in einen nach
und nach dichter werdenden Sprachdschungel mit zunehmenden Verstrickungen. Vielleicht
etwas weniger strapaziös - das Sortiment der gesammelten Fundstücke: