Palindrome Gedichte gehören zum
literarischen Ausklang des letzten Jahrtausends.
In den 1990er Jahren verhalfen Autoren wie
Oskar Pastior,
Herbert Pfeiffer und
Anton Bruhin den Palindromen
erstmals zu höheren Sprachweihen. Innovative
Streifzüge, die dieses Neuland erschlossen und vermessen haben.
Quasi in
der Nachhut üben sich meine Gedichte darin, das nachzuholen, was dabei
auf der Strecke blieb: die Poesie selbst. Ob diese tatsächlich in einer solchen Sprachöde heimisch
werden kann und wird, muss sich erst noch zeigen. Der Zyklus Trauerfreuart
umfasst über 90 Palindrom-Gedichte. Die meisten davon sind Buchstabe für Buchstabe
rückwärts lesbar, manche aber auch silben- oder wortweise.
Eine Lockerung der Sprachfesseln, die den ein- und abgeschnürten Worten mehr Spielraum
gibt. Achten Sie beim Lesen ruhig einmal darauf.
Sie haben die Wahl:
Alle Gedichte zeigt den Gesamtzyklus in der Abfolge seiner
Entstehung - als Expedition in einen nach und nach dichter werdenden Sprachdschungel
mit zunehmenden Verstrickungen. Vielleicht etwas weniger strapaziös - das Sortiment der gesammelten Fundstücke: